Bei den angekündigten 5 Tagen Lockdown blieb es natürlich nicht. Wir sind bei Tag 10. Homeschooling läuft, inklusive Sport und Musik. Es gab ein Online Konzert der Musikschüler an der Schule. Laurens hat aus dem Wohnzimmer heraus, sich auf dem E-Piano begleitend, gesungen. Homeoffice funktioniert natürlich auch. Dirk hat einen Fulltime Job: Beschaffung von Lebensmittel. Die bisherigen Lieferservices der sämtlichen Firmen (Supermärkte, Fastfoodketten, Delikatessenläden, Restaurants, Bäckereien, etc.) mussten alle ihren Service einstellen. Die Mitarbeiter sowie die unzähligen Fahrer sitzen in ihren Wohnungen fest. Ich frage mich, wie die finanzielle Unterstützung der ganzen Menschen läuft… In den Compounds bilden sich per WeChat Gruppen, die kreativ versuchen, Massenbestellungen aufzugeben. Da gibt es die Gruppe, die Gemüse ordert und die, die eine Quelle für Shrimps aufgetan hat. Es heißt schnell sein. Ruckzuck ist die Lieferung voll. Inzwischen haben wir einige Bestellungen auf den Weg gebracht. Wann die Lieferungen kommen, ist ungewiss. Das erste große (westlich orientierte) „Notfallpaket“ kam mitten in der Nacht und bestand aus 2 vollen Kartons: Karotten, Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln, Nudeln, Tomatensauce, Kekse, Nutella, Klopapier, tiefgekühlte Chicken-Nuggets und Hackfleisch. Wir sind glücklich! Kaffee und Orangensaft gehen zur Neige, ebenso Müsli. Fühlt sich merkwürdig an, wenn man überlegt, ob man jetzt eher auf einen Kaffee am Tag reduziert, um noch länger etwas zu haben… Auch komisch, wenn es klingelt und alle ganz aufgeregt sind, weil jetzt eine Essenslieferung kommen könnte – und dann ist es nur eine weitere Ladung Antigen-Tests.
Im Bekanntenkreis und unter den Kollegen gibt es positiv Getestete, z.T. mit milden Symptomen. Sie wurden abgeholt und – glücklicherweise nicht in eines der großen Zentralquarantänehallen – sondern in ein Quarantäne-Hotels gebracht.
In den Fabriken bleiben die Arbeiter im „Closed Loop“, d.h., sie schlafen dort und verlassen das Gelände nicht mehr, z.T. seit 4 Wochen. Auf Baustellen und in der Uni ist es genauso.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Da wir in unserem Compound letzte Woche einen Fall hatten, gilt die 14 Tage Regel, die besagt, dass wir in den ersten 7 Tagen nicht unser Apartment, in weiteren 7 Tagen den Compound nicht verlassen dürfen. Wenn alles gut geht, dürfen wir dann nach 2 Wochen in unserem District herumlaufen, ohne Gathering. Keine Info, ob zu diesem Zeitpunkt ein Geschäft offen haben wird. Tja….








Haltet durch ihr Lieben! Drücke die Daumen, dass der Kaffee bald kommt. 😉 neeee, dass ihr bald wieder vor die Haustür gehen dürft!
Gruß aus DA
Merci! Gruß nach DA zurück, liebe Frauke!
Gut, dass Ihr die Wohnung mit Aussicht und Balkon genommen habt!!
Ganz liebe Grüße in den Notstand. Haltet durch!
Ja, vielen Dank!!
In meiner Bubble kochen Gerüchte hoch, was alles dahinter stecken könnte. Hoffe, dass es für Euch bald besser wird.
Grüße aus der hiesigen Skyline-Stadt
Merci, tja, mal schauen, wie das weitergeht für die Bevölkerung…
Ein guter Freund schreibt, es gibt kein Katzenfutter- seid also froh, wenn ihr keine Katze habt.
Ich finde es recht gruselig – China ist eigentlich sehr gut organisiert, das klappt aber natürlich nur, wenn eine gewisse Menge an Leuten an dieser Organisation beteiligt wird.
Ganz liebe Grüße an euch!
Vielen Dank, liebe Riki
China hat sich in diesem Fall Auflagen gesetzt, die nicht erfüllbar sind ineiner 26 Mio Stadt. Das Resultat sehen wir jetzt. An verschiedenen Stellen gibt es Nöte und Proteste. Man denke an alle die, die momentan nicht arbeiten können und kein Geld haben. – Was Haustiere angesehen, so bin ich vorallem froh, dass wir keinen Hund haben, der darf ja auch nicht raus …
Was eine Reise! Was für eine Erfahrung!
Liebe Reinhardts,
hoffe, es geht einigermaßen und ihr haltet die Laune hoch. Seid ihr gut versorgt? Sollen wir was schicken?
Wir denken an Euch. Hier ist herrlichstes Frühlingswetter, die Ostertage haben sich von ihrer sonnigsten Seite gezeigt.
Große Drückerei von Lea und den Schübis